Radio Tirana
Sendereihe:
Der Kampf der Arbeiter und werktätigen Schichten und die Lage in den kapitalistischen und revisionistischen Ländern
7. 4. 1976
Kommentar: Deutsche Bundesrepublik
„Roter Morgen“, Zentralorgan der KPD/ML, verurteilt in seiner jüngsten Ausgabe die Politik der Klassenversöhnung des reaktionären DGB und der revisionistischen D“K“P, ohne die es den Kapitalisten nicht gelungen wäre, jetzt die Lohnraubabschlüsse auf breiter Front durchzusetzen. Mit seinem Gerede von stabilitätsgerechten Abschlüssen usw. will der DGB-Apparat den Arbeitern einreden, sie hätten mit den Kapitalisten ein gemeinsames Interesse am sozialen Frieden, an dem Aufschwung der Wirtschaft und dergleichen mehr. Diese Politik der Klassenversöhnung, die der DGB-Apparat betreibt, betont die Zeitung, soll die Arbeiter vor den Karren des Kapitals spannen, damit sie „Ja und Amen“ zu ihrer eigenen Unterdrückung und Ausbeutung sagen. Ähnlich verräterisch ist die Politik der modernen Revisionisten der D“K“P. Eine der Hauptparolen der D“K“P-Revisionisten während der Tarifrunde lautete zB „Die Bosse können zahlen.“ Damit wollen sie den Kampf der Arbeiter an der Höhe der Profite der Kapitalisten ausrichten, um zu verschleiern, dass die Kapitalisten immer versuchen, soviel aus den Arbeitern herauszupressen, wie es nur geht. „Roter Morgen“ hebt dagegen hervor, gerade jetzt, wo sich infolge der Krise die Widersprüche zuspitzen und sich der Klassenkampf verschärft, zeigt die kapitalistische Wirklichkeit immer klarer, dass es zwischen der Arbeiterklasse und der Kapitalistenklasse keinerlei gemeinsames Interesse gibt, weil die ganze kapitalistische Ordnung auf der Ausbeutung der Arbeiterklasse durch eine Handvoll Kapitalisten beruht, die immer reicher werden, während sie die Werktätigen ins Elend stürzen. Um die Angriffe der Kapitalisten abzuwehren, schließt die Zeitung, muss sich die Arbeiterklasse vom Einfluss des DGB-Apparates und der modernen Revisionisten befreien und den Weg des unversöhnlichen Klassenkampfes beschreiten.
ENDE