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2007 Mai-Aufruf der RGO:
Arbeiter, lasst eure Rote Fahnen..
.. über Deutschland wehen !
Heraus zum Roten 1. Mai 2007 !
Terror gegen uns Arbeiter ... ... das ist in Wahrheit der ökonomische, politische und militärische Gewalt, die die Herrschenden der BRD heute ausüben. In Deutschland schmiedet das Bündnis von Kapital, Regierung und DGB-Führung auch in diesem Jahr die Ketten der Arbeiter immer fester zur Mehrung von Profit und Privateigentum. Wir werden in unserem eigenen Land wie Sklaven behandelt. Die Arbeitsbedingungen in den Betrieben sind in Wirklichkeit nichts anderes als Sklavenbedingungen. Die Armut des deutschen Volkes haben das Kapital und die Regierung nicht zuletzt der guten Zusammenarbeit mit dem DGB-Apparat und ihren Gewerkschaftsbonzen zu verdanken, die die bundesweite Kampfbereitschaft der Kolleginnen und Kollegen in den Betrieben bis zum Geht-Nicht-Mehr untergraben und uns mit leeren Versprechungen, mit Hinhaltetaktiken und Vertröstungen vom Kampf abzuhalten versuchen. Doch wie lange wird dieses herrschende, arbeiterfeindliche Bündnis den „sozialen Frieden“ (= sklavischen Frieden! ) noch weiter auf die Spitze treiben können ? Das hängt nur vom Verhalten der Arbeiter selbst ab. Es ist nicht die Frage, ob sich der Arbeiter alles gefallen lässt oder nicht, sondern wann der Punkt bei ihm erreicht sein wird, wo das Maß voll ist, wo ihm nichts anderes mehr bleibt als vereint in den Kampf zu ziehen. Der Arbeiter ist stets nur so lange Sklave, wie er sich als solcher behandeln lässt ! Keiner kann kann den Arbeiter hindern, keiner kann ihn aufhalten, wenn er sich zur vereinigten Kraft zum Sturm gegen das ihn knechtende kapitalistische System erhebt. Die DGB-Bonzen befürchten schon den wachsenden Unmut an der Gewerkschaftsbasis - unter den Gewerkschaftsmitgliedern ballen sich immer mehr Fäuste zusammen. Einer nach dem Anderen kommt zu der Erkenntnis, dass ein Zusammenstoß zwischen Ausgebeuteten und Ausbeutern unausweichlich, hart und opferreich sein wird. Und der DGB weiß, dass der Zorn der Arbeiter sich unter zugespitzten Bedingungen unvermeidbar entladen muss und dass die Gewerkschaftsbonzen dagegen völlig machtlos siein werden, denn die Wut im Bauch wird sich in den Belegschaften nicht auf Dauer unterdrücken lassen. Und weil die Herrschenden und ihre Lakaien das jetzt schon wissen, haben sie sich mit der Aufrüstung ihres Unterdrückungsapparates auf die Gegenwehr des Arbeiters gut vorbereitet. Da, wo beim Arbeiter beim Gürtel-Enger-Schnallen die Schmerzgrenze überschritten ist und er sich Luft verschaffen muss, da werden sie den Polizeiknüppel rausholen, wird es zu Verhaftungen kommen, da wird der streikende Arbeiter kriminalisiert, da wird sich der DGB als Streikbrecher erweisen. Die Kapitalisten werden ihre Profitinteressen notfalls auch mit Gewalt gegenüber dem sich wehrenden Arbeiter verteidigen und die DGB-Führung wird sich dem nicht entgegenstellen, im Gegenteil, sie wird ihn dem Staat ans Messer liefern. Wenn`s um `s Ganze geht – wird der Arbeiter schnell begreifen, wer sein Freund und wer sein Feind ist. Terrorismus der Kapitalisten war und ist die Antwort auf den Kampf der Arbeiter für ihre Rechte und Freiheiten – das ist eine alte Erfahrung aus der Geschichte der internationalen Arbeiterbewegung. Es ist schon so viel Arbeiterblut geflossen, aber diese Erfahrungen im Kampf gegen die herrschende, ausbeutende Klasse hat das Weltproletariat gelehrt, sein Banner der internationalen Solidarität, die roten Fahnen der Proletarier aller Länder nur noch höher zu erheben ! Die Arbeiter der Welt werden alle Länder zu ihrer größten bevorstehenden Schlacht gegen das Weltkapital vereinigen, wo es nicht mehr um den Cent hinterm Komma geht, sondern um die Weltmacht, ohne die sie ihre kapitalistische Knechtschaft, die Lohnsklaverei nicht abschütteln können. Die kommende Weltrevolution der Arbeiter ist angesichts der globalen Verelendung der Weltbevölkerung unvermeidlich. Als am 1. Mai 1886 in Chicago die Arbeiter für die 40 Stundenwoche streikten, eröffnete die Polizei das Feuer auf die streikenden Arbeiter. Vier Kollegen wurden erschossen. Drei Tage später brachen gewaltige Proteste gegen diesen Terroranschalg los. Die Polizei richtete ein erneutes Blutbad an und schob den Gewerkschaften dafür die Schuld in die Schuhe. Vier revolutionäre Gewerkschaftsführer wurden verhaftet, des Mordes an ihren Klassenbrüdern angeklagt und im November 1887 – vor 120 Jahren – hingerichtet. Dieser niederträchtige Mord an den revolutionären Arbeiterführern löste unter den Arbeitern in aller Welt große Proteste aus. In dieser internationalen Bewegung formte sich die Entschlossenheit, den 1. Mai zum internationalen Kampftag der Arbeiter zu erklären, um an diesem Tag für Rechte und Forderungen der Arbeiter einzutreten. Seit dieser Zeit gehen die Arbeiter in aller Welt für ihre gemeinsamen Interessen auf die Straße. Immer wieder haben die Herrschenden in den verschiedenen Ländern mit Klassenversöhnungsfeiern, mit Verboten bis hin zu erneutem Blutterror veruscht, den 1. Mai umzufunktionieren bzw. zu zerschlagen. Das ist ihnen nicht gelungen und wird ihnen auch nicht gelingen. Es lebe der 1. Mai des Weltproletariats ! Der Kampf der Arbeiter aller Länder wird erst dann zum internationalen Klassenkampf, wenn alle fortschrittlichen Vertreter der gesamten Arbeiterklassen aller Länder sich bewusst werden, ein einheitliches Weltproletariat zu sein, und den Kampf nicht gegen einzelne kapitalistische Länder, sondern gegen die ganze Klasse der Weltkapitalisten und gegen die diese Klasse unterstützenden Regierungen und internationalen kapitalistischen Vereinigungen aufnehmen. Erst dann, wenn die Proletarier aller Länder sich darüber bewusst sind, Teil des Weltproletariats zu sein, wenn sie in ihrem tagtäglichen Kampf in ihrem eigenen Land den Kampf gegen die ganze Weltbourgeoisie und gegen deren internationalen Unterdrückungsapparat sehen, erst dann wird ihr Kampf zum internationalen Klassenkampf. Der Mangel der Beweglichkeit der Proletarier der vereinzelten Länder liegt im Mangel ihrer Zentralisation. Nur das Weltproletariat kann eine in allen Ländern bewegliche (manövrierfähige) Zentralisation herstellen, mit der es alle Proletarier der Länder zu einer einzigen Kraft zusammenballen kann, um sie auf denselben Angriffspunkt zu richten. Nur das Weltproletariat besitzt die globale Kühnheit, seinen eigenen Waffenrock zu tragen, alle unterdrückten Weltkräfte darunter zugleich zu vereinigen, auf nichts und niemanden auf dieser Erde Rücksicht zu nehmen, was auch immer sich ihm in den Weg stellt und alle Mächte der ganzen alten Welt zugleich und ohne zu zögern anzugreifen, seine einheitlichen Aktionen im Weltmaßstab durchzuführen, denn es hat nichts als das ganze Weltelend zu verlieren und eine ganze neue Welt zu gewinnen. Die Weltbourgeoisie schafft die Globalisierung, um nicht unterzugehen, aber indem sie die Globalisierung schafft, geht sie unter ! Das Proletariat jedes Landes wird die Befreiung seines eigenen Landes zur Befreiung der ganzen Welt machen, so wie das Weltproletariat seine Befreiung vom Joch des Weltkapitalismus zur Befreiung vom Joch des Kapitalismus in jedem Land machen wird – Das ist die revolutionäre Befreiung des Proletariats sowohl von seiner kapitalistischen Fremdherrschaft als auch von der kapitalistischen Herrschaft im Innern seines Landes: „Proletarier aller Länder vereinigt euch!“ - „Weltproletariat – vereinige alle Länder!“
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